Gemeinsam zum zweiten Stern

Die Eishockeysaison 2014/15 biegt mit großen Schritten auf die Zielgerade ein, doch das absolute Nonplusultra, nämlich die zweite Finalserie in Folge mit Ingolstädter Beteiligung, steht noch aus und wird in den kommenden Partien sicherlich mit zahlreichen Highlights aufwarten, von denen wir noch Jahre später berichten werden.

 

Die Vorstellung, seinen Kindern und Enkelkindern erzählen zu können, bei welchen historischen Spielen des ERC Ingolstadt man selbst dabei war und welche epischen Momente man miterleben durfte, sollte uns alle mit Stolz erfüllen, denn wer würde nicht gerne schildern, wie Travis Turnbull am 25. April letzten Jahres „zum Pitbull wurde“ oder wie Tyler Bouck vier Tage später den Meisterpokal in den Kölner Konfettiregen stemmte? Genauso brannten sich aber auch traurige Augenblicke in unser Gedächtnis ein und trotz allen negativen Erinnerungen, die ich damit verbinde, ist der entscheidende Treffer von Mirko Lüdemann, in der 64. Minute des sechsten Finalspiels 2014, einer der wichtigsten Momente in unserer Vereinsgeschichte, von dem ich mich mein Leben lang nicht lossagen werde können. Doch umso niederschmetternder die Minuten und Stunden im Anschluss an den herzzerreißenden „Sudden Death“ waren, umso mehr erfüllt es mich mit Stolz, dass unsere Mannschaft und wir Fans wieder aufgestanden sind und zwei Tage später in Köln diese Scharte ausmerzten und doch noch den Meistertitel gewannen.

 

Und genau das sind die Momente, die wir Fans, Spieler und Offizielle des Vereins auch dieses Jahr wieder erleben wollen. Doch das ist nur möglich, wenn wir alle an einem Strang ziehen und unsere Mannschaft sowohl daheim als auch auswärts zahlreich und lautstark unterstützen und zum Sieg schreien. Gerade in unserem kleinen, engen Stadion kann dies das entscheidende Zünglein an der Waage sein, das Schiedsrichter und Gästespieler gleichermaßen hemmt – ein Vorteil, den wir gegenüber den Mannheimern definitiv ausspielen müssen, um eine Chance zu haben, die Kurpfälzer zu schlagen.

 

Neben dem Miterleben legendärer Finalspiele, nervenaufreibender Verlängerungen und emotionaler Pokalübergaben gibt es aber noch einen weiteren Punkt, der uns antreiben sollte, das Erreichte aus der Vorsaison zu wiederholen. Die Gier nach Titeln, wie Patrick Hager jüngst erzählte: „[...] Wenn man das einmal geschafft hat, dann strebt man immer wieder danach. Dann gibt man sich mit etwas anderem eigentlich gar nicht mehr zufrieden“ (Donaukurier 07.04.2014, S. 29). Und genau diese Sucht des Gewinnens, des totalen Triumphs und das Erreichen des Legendenstatus ist es, das auch mich nach dem zweiten Meistertitel in Folge streben lässt – und hoffentlich auch euch Leser dieser Website!

 

Zudem sollte euch bewusst sein, dass jede Meisterschaft eine neue Erfahrung ist und ein Titelgewinn niemals mit einem vorherigen zu vergleichen ist. Gerade für uns gilt das, da die Vorsaison mit ihren extrem Höhen und Tiefen wohl für immer einmalig sein wird und die aktuelle Spielzeit eine „ganz andere“ ist. Viele sog. „Experten“ prophezeiten vor Saisonstart in diversen „Fachzeitschriften“, dass dieser Erfolg unmöglich zu wiederholen sei und schätzten unsere Mannschaft nach ihren zahlreichen Abgängen lediglich als Pre-Playoff-Team ein, doch unsere Spieler belehrten sie alle eines Besseren, spielten eine hervorragende Hauptrunde und zogen sensationell zum zweiten Mal in Folge ins Finale ein und möchte nun mit uns zusammen die Früchte ihrer monatelangen harten Arbeit ernten. Kurz gesagt: Es wäre im Fall der Fälle eine Meisterschaft, die auf ihre Art und Weise unvergleichlich, sprich, einfach „anders“ wäre und somit wieder ein neues Kapitel in unserer ruhmreichen Vereinsgeschichte darstellen würde – also seid dabei, lasst die kommenden Spiele zusammen mit unserer Mannschaft unvergesslich werden und gebt alles für den zweiten Stern!

 

Und falls es am Ende nicht reichen sollte, können wir trotzdem mit stolzgeschwellter Brust behaupten, weiter gekommen zu sein, als von vielen im Vorfeld prognostiziert und einige höher eingestufte Vereine hinter uns gelassen zu haben, was im August des vergangenen Jahres selbst von uns ERC-Fans kaum jemand für möglich hielt. Nichtsdestotrotz wollen wir nach den zwei gewonnen Schlachten gegen Iserlohn und Düsseldorf nun natürlich auch die dritte und somit letzte gewinnen und zählen auf eure Unterstützung!

Termine:

13.9. Schwenningen (a)

15.9. Nürnberg (h)

20.9. Krefeld (h)

22.9. Wolfsburg (a)

26.9. München (h)

29.9. Mannheim (h)

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