Verhalten bei der Banner-Zeremonie heute in München

Bei Blick auf den Spielplan hätten sich in der Sommerpause sicherlich einige ERC-Fans für den zweiten Spieltag eine andere Ansetzung gewünscht, als ein Auswärtsspiel in München. Denn eine Banner-Zeremonie, bei der ein Getränkehersteller eine Eishockeymeisterschaft feiert, ist etwas, dem vermutlich nur die allerwenigsten Anhänger etwas abgewinnen können.

Aufgrund der Tatsache, dass unser Verhalten letzte Saison in Straubing bei einer ähnlichen Veranstaltung sowohl im Stadion als auch im Nachgang für zahlreiche Diskussionen sorgte, haben wir uns bewusst dazu entschieden, euch bereits im Vorfeld über unsere Pläne für Sonntag zu informieren.

Vorab möchten wir aber nochmal die wichtigsten Punkte zusammenfassen, weshalb wir gerade bei einer „Red Bull“-Meisterschaft eine Protestaktion als notwendig erachten:

  • Red Bulls Vereine existieren nicht, damit Sportler ihrer Sportart nachgehen können, sondern um ein Brausegetränk zu vermarkten. Wenn ein Sportverein nicht mehr als eben dieser ins Leben gerufen wird, sondern als Werbeinstrument, ist für uns ein Punkt erreicht, den wir nicht mehr für gutheißen können.
  • Red Bull lehnt sämtliche Personen, die keine Angestellten des Konzerns sind, als Vereinsmitglieder und Angestellte im Klub ab. Eine Mitgliedschaft wie bei sämtlichen anderen Vereinen ist somit nicht nur unerwünscht, sondern praktisch unmöglich.
  • Der Getränkehersteller legt keinen Wert auf Vereinsgeschichte und Tradition, weshalb er bei der Übernahme des Fußballvereins SV Austria Salzburg das Gründungsjahr des Klubs von 1933 auf 2005 ändern wollte (der ÖFB genehmigte dies damals nicht).

 

Aufgrund dieser Fakten haben wir uns dazu entschlossen, der Veranstaltung am Sonntag keinerlei Aufmerksamkeit zu widmen und ihr im Stadion demonstrativ den Rücken zuzudrehen. Wir hoffen auf eure Unterstützung, denn wenn nicht nur wir, sondern auch ihr alle mitzieht und insgesamt mehrere hundert Leute ihre Ablehnung in Form von Missachtung darlegen, können wir gemeinsam ein Zeichen setzen. Wir müssen klar zum Ausdruck bringen, dass es von unserer Seite aus niemals akzeptiert werden wird, dass ein Getränkehersteller unter dem Deckmantel eines Sportvereins sein Produkt vermarktet!

Termine:

2.10. Augsburg (a)

4.10. Bremerhaven (h)

6.10. Köln (h)

10.10. Düsseldorf (a)

13.10. Berlin (h)

18.10. Iserlohn (a)

20.10. Straubing (h)

25.10. Berlin (h)

27.10. Krefeld (a)

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