Sa

11

Feb

2017

34. Ausgabe der Gazzetta Gioventù

Bereits im Rahmen des gestrigen Heimspiels gegen Augsburg wurde Gazzetta Gioventù #34 verteilt. Die restlichen Ausgaben sind morgen im Vorfeld der Heimpartie gegen München bei uns erhältlich - allerdings erneut "nur" am Parkplatz und nicht im Stadion.

 

Themen:

-Spielberichte

-Ein Wochenende in Zürich

Fr

13

Jan

2017

Ehrenberger raus - jetzt erst recht!

Im September veröffentlichten wir pünktlich zum Saisonstart über verschiedene Medien einen vielfach und kontrovers diskutierten Text mit der Überschrift „Ehrenberger raus – sofort!“. Diese Stellungnahme schlug so hohe Wellen, dass sich selbst die GmbH-Führung des ERC Ingolstadt dazu genötigt sah, unter anderem darauf mit einer eigenen Pressemitteilung zu reagieren. Da nun bereits zwei Drittel der Spielzeit 2016/17 absolviert sind, ist es an der Zeit, die Entwicklung seit Saisonstart Revue passieren zu lassen und sich erneut der Personalie Ehrenberger zu widmen.

Rückblick auf die vergangenen Monate und Analyse des Status quo

Zunächst gilt es, zu untersuchen, was sich seit der Veröffentlichung des oben genannten Texts auf den verschiedenen Ebenen getan hat. Seitens der Führungsetage des ERC wehte uns danach ein rauer Wind entgegen und es war die Rede davon, dass wir „ohne Not Unruhe im gesamten Umfeld verbreiten“ (1). Sportlich gesehen änderte unser Schreiben leider nur wenig. Nach einer verkorksten Saison 2015/16, in der man sogar lange um die Pre-Playoffs zittern musste, scheint die Teilnahme an diesen zwar momentan relativ wahrscheinlich, doch das selbst gesteckte Ziel – direkte Viertelfinal-Qualifikation – rückte in den letzten Wochen in weite Ferne. Nach 37 Spielen fehlen uns zum anvisierten 6. Platz bereits 11 Punkte.

Die eingangs erwähnte Pressemitteilung der ERC-GmbH liest sich deshalb heute mehr denn je als eine grobe Fehleinschätzung. Die dort geäußerte Überzeugung, dass „die sportliche Leitung – gemeinsam mit unseren Fans – den ERC nach einem durchwachsenen Jahr zurück in die Erfolgsspur bringen werden“ entspricht Stand aktuell eher einer Wunschvorstellung als der Realität.

Die fehlerhafte Kaderplanung des Jiri Ehrenberger

Die entscheidende Frage ist nun, in wie weit ist dies Herrn Ehrenberger angelastet werden kann. Schließlich betonten auch wir im September, dass wir „nicht explizit seine Kompetenzen im sportlichen Bereich hinterfragen“ und räumten ein, dass „die ausländischen Fehleinkäufe der letzten Saison auch von uns Fans größtenteils mit offenen Armen empfangen wurden“.

Die Situation in der aktuellen Spielzeit ist allerdings eine gänzlich andere, da z.B. ein bis dato enttäuschender Jean-Francois Jacques sicherlich nicht der Faktor ist, der uns in die jetzige Situation manövrierte. Vielmehr ist es ein Sammelsurium an Einflüssen, das uns im Kampf um Platz 6 derart ins Hintertreffen geraten ließ. Vor allem ist es die viel zu dünne Kaderdecke, die uns bereits beim Ausfall eines Topstürmers vor Probleme stellt. An dieser Stelle kann man von Glück reden, dass wir diese Saison von quantitativem Verletzungspech weitestgehend verschont blieben und nur selten mehrere Leistungsträger gleichzeitig ersetzen mussten. Gerade beim Eishockey, einer Sportart, in der Verletzungen quasi an der Tagesordnung sind, müssen einzelne Ausfälle deutlich besser kompensiert werden können, als das jüngst bei uns der Fall war. Des Weiteren sind es gerade die von Jiri Ehrenberger mit langfristigen Verträgen ausgestatteten Akteure, die auf keinem für die direkte Playoff-Qualifikation notwendigem Niveau agieren. Diese unnötigen, mehrjährigen Vertragsverlängerungen wurden auch innerhalb der Fanszene in der Vergangenheit häufig mit einem Kopfschütteln quittiert, sodass dies der elementare Unterschied zu den Fehleinkäufen aus der vergangenen Saison ist.

Ehrenberger droht erneut zu scheitern

Aus diesen selbstverschuldeten Fehlplanungen folgt, dass der noch im Juni 2016 von Claus Gröbner als „ausgewiesener Eishockey-Fachmann“ (2) bezeichnete Jiri Ehrenberger kurz davor ist, zum zweiten Mal in Folge mit dem ERC Ingolstadt den anvisierten 6. Platz zu verpassen. Gerade in der laufenden Spielzeit wäre es kein Hexenwerk gewesen, diesen zu erreichen, wie der eigentlich mit deutlich geringeren Ambitionen in die Saison gestartete Augsburger EV beweist.

Letzten Endes fordern wir aufgrund dessen mehr denn je die sofortige Entlassung bzw. den freiwilligen Rücktritt unseres Sportdirektors, der für uns nach wie vor als Persona non grata gilt. Sollte auch dieser Text diesbezüglich keine Wirkung zeigen, werden wir weitere und aufmerksamkeitserregendere Protestaktionen folgen lassen.

 



Gioventù Ingolstadt

 

 

(1) http://www.erc-ingolstadt.de/profis/newsdetail?id=4264
(2) http://www.donaukurier.de/sport/eishockey/ercingolstadt/berichte/Wir-brauchen-keinen-Eishockey-Professor;art2619,3237460

 

Termine:

03.02. Wolfsburg (a)

05.02. Krefeld (a)

10.02. Augsburg (h)

12.02. München (h)

17.02. Schwenningen (a)

19.02. Nürnberg (h)

21.02. Düsseldorf (h)

24.02. Berlin (a)

26.02. Köln (h)

 

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