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Die Hintergründe zum Köln-Heimspiel

vor 4 Stunden
3 Min. Lesezeit

Stellungnahme zur Zensur durch die ERC-GmbH und dem daraus resultierenden Schweigen im ersten Drittel gegen Köln


Den Saisonstart haben sich sicher alle ERC-Fans anders vorgestellt. Nicht nur sportlich läuft es derzeit leider alles andere als rund. Wie ihr sicher mitbekommen habt, gab es im ersten Drittel gegen Köln keinen organisierten Support unsererseits. 


An dieser Stelle sei ausdrücklich betont, dass sich unser Protest in keiner Weise gegen die Mannschaft und die bisher gezeigten sportlichen Leistungen richtete. Die Jungs haben unsere volle Unterstützung!


Vielmehr sahen wir uns kurzfristig dazu gezwungen, auf einen erheblichen Missstand aufmerksam zu machen und ein Zeichen zu setzen. Grundsätzlich gibt es aktuell viele Kritikpunkte, die man gegenüber den Verantwortlichen der ERCI-GmbH und ihren Marketing-Partnern anbringen kann.


Wir sind bereits beim ersten Heimspiel recht eindeutig auf einige Punkte via Spruchband eingegangen und haben hiermit ganz offensichtlich einen Nerv getroffen. Auch in den sozialen Medien hat eine Vielzahl an ERC-Fans ihren Unmut kundgetan und kritische Posts auf den unterschiedlichen Plattformen veröffentlicht, woraufhin die zuständige Social-Media-Abteilung sich dazu berufen sah, unangenehme, aber sachliche Beiträge ohne Beleidigungen o.ä. zu löschen und die Urheber zu sperren.


Das ist ein Eingriff in die Meinungsfreiheit, der für uns nicht tragbar ist und nicht unter den Teppich gekehrt werden darf. Doch genau das versuchte die GmbH, indem sie uns mitteilte, dass scheinbar ein Marketing-Partner für die Zensur verantwortlich war, die Vorgänge nicht im Interesse des ERC seien und man die Sperrungen bereits rückgängig machte. Man wollte uns quasi besänftigen und wies jegliche Verantwortung von sich. Auch wenn dieser Fehler im Nachgang korrigiert wurde, darf ein derartiges Vorgehen gegen die eigenen Fans nicht unkommentiert bleiben, weshalb wir hierzu ein Spruchband mit dem Wortlaut „ERC-GmbH, ihr seid in der Verantwortung! Eine Marketing-Agentur darf sich nicht verselbständigen! Meinungsfreiheit wahren!“ offiziell anmeldeten, was der Geschäftsstelle offenbar derart missfiel, dass sie uns dieses Spruchband, dessen Inhalt Meinungsfreiheit einfordert, verboten hat. Wir sind zugegebenermaßen immer noch schockiert über diese Vorgehensweise und können nicht im Entferntesten nachvollziehen, wie man einen solch gravierenden Fehler, der die freie Meinungsäußerung der eigenen Fans beschneidet, gleich zweimal begehen kann.


Dem nicht genug wurde uns eine weitere Formulierung an diesem Tag untersagt. Uns und wohl dem Großteil der anderen, aufmerksamen ERC-Fans stellt es aktuell die Nackenhaare auf, wenn wir sehen, wie sich unser geliebter Verein nach außen präsentiert. Sichtbarkeit in der Stadt? Marketingoffensive zum Saisonstart? Social-Media-Auftritt? Ansprechende Designs? Fehlanzeige!


Stattdessen greift man auf unkreative, teils grob fehlerhafte und von einer künstlichen Intelligenz erstellte Grafiken in den sozialen Medien zurück. Die beschämendste Tatsache ist hierbei, dass zum wiederholten Male das eigene Logo verschandelt und mangelhaft dargestellt wurde. Das ist wahrlich eine Bankrotterklärung! Dass heutzutage grundsätzlich auf KI-Tools zurückgegriffen wird, ist kein Geheimnis, wobei am Ende des Tages immer noch eine Person beurteilen muss, ob die Grafik so freigegeben und veröffentlicht werden kann. Die letzte Instanz darf nicht die künstliche Intelligenz sein. Auch hier ist unmissverständlich der Verein in der Verantwortung! „Sichtbar sind beim ERC nur die KI-Fehler!“ waren die offiziell von der GmbH verbotenen Zeilen unsererseits zu dieser Thematik.


Zugegebenermaßen sind alarmierende Spruchbänder oftmals überspitzt, polemisch und reißerisch formuliert. Wenn man den Finger in die Wunde legen und Aufmerksamkeit erzeugen will, müssen sie das auch sein. Ein professionell geführter Verein sollte das aushalten. Derartige Verbote beweisen offensichtlich das Gegenteil, weshalb wir am vergangenen Spieltag in der Kürze der Zeit bedauerlicherweise keine andere Möglichkeit sahen, als mit unserem Schweigen im ersten Drittel auf die untragbaren Restriktionen zu reagieren. Wir können nicht auf der einen Seite voller Inbrunst für unsere Farben schreien, während auf der anderen Seite versucht wird, uns mundtot zu machen.


Ein einfaches „weiter so“ war für uns deshalb keine Option.


Um dem Team in einer durchaus schwierigen, ersten Saisonphase trotzdem die nötige Unterstützung zu garantieren, entschieden wir uns bewusst dazu, unseren Protest nur in den ersten 20 Minuten zum Ausdruck zu bringen. Die Spieler wurden außerdem über die Situation informiert.


Wir werden uns auch weiterhin das Recht herausnehmen, Kritik zu äußern, Missstände anzusprechen und für Meinungsfreiheit einzustehen – egal ob im Stadion oder im Netz!


Wir Fans sind die Basis!


 
 
 

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